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Post aus dem Newsroom // Randale in den USA, Kritik am Impfstart

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Corona ist und bleibt das alles beherrschende Thema - dachten wir bis gestern Abend. Dann kamen die Nachrichten und Bilder aus Washington, die nicht nur uns fassungslos machten. Mit der Randale vor und im Kapitol erlebte die älteste Demokratie der Welt eine ihrer schwärzesten Stunden. Die Befürchtungen, dass die beharrliche Weigerung des Noch-Präsidenten Donald Trump, seine Niederlage einzugestehen, irgendwann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könnten, wurden plötzlich wahr. Wir, die wir eigentlich immer zunächst die regionalen Themen im Blick haben, beobachten die Lage in den USA natürlich weiter und halten Sie auf dem Laufenden.
Unruhen in Washington sorgen für weltweite Empörung
Zurück nach Schleswig-Holstein, wo heute der Landtag zu einer Sondersitzung zusammenkam, um über die Verlängerung und die Verschärfung des Lockdowns zu beraten. Die Würfel sind zwar längst gefallen, die grundsätzlichen Entscheidungen wurden am Dienstag von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin getroffen. Doch es ist richtig und wichtig, dass sich das Parlament mit den weitreichenden Einschränkungen befasst. Das hat der Kieler Verfassungsrechtler Florian Becker dem Landtag auch noch einmal deutlich ins Stammbuch geschrieben. In einem lesenswerten Interview, das mein Kollege Christian Hiersemenzel mit dem Juristen geführt hat, mahnt Becker eine stärkere Rolle des Gesetzgebers an.

Kieler Verfassungsrechtler warnt vor Symbolpolitik
Im Landtag ging es heute aber nicht nur um die neuen Einschränkungen wie die Ein-Personen-Regel, wonach ein Haushalt sich künftig nur noch mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen darf. Thema war auch der heiß diskutierte Impfstart, der auf der einen Seite Hoffnung macht, auf der anderen Seite aber auch für Verdruss sorgt. Denn die Vergabe der Impftermine stellt viele Senioren vor geradezu unüberwindbare Hindernisse. Selten erhielten wir so viele Briefe und Mails wie in den vergangenen Tagen. Der Inhalt war immer ähnlich. Mal verzweifelt und mal verärgert schilderten uns Leserinnen und Leser ihre vergeblichen Versuche, sich für einen Impftermin anzumelden. Nachdem die Landesregierung die Kritik zunächst abgetan hatte, nahm die Debatte im Landtag heute Fahrt auf. Auch die Landespolitiker haben offenbar viel Post bekommen. Wir bleiben an dem Thema dran. Es ist einfach zu wichtig.
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Trotz der ungemütlichen Nachrichtenlage wünsche ich Ihnen einen schönen Feierabend. Bleiben Sie entspannt

Ihr
Bodo Stade
Stv. Chefredakteur
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