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Post aus dem Newsroom // Kind in Tornesch entführt. Corona: Droht eine Pleite-Welle?

Liebe Leserinnen und Leser, in den vergangenen sieben Tagen ist die Zahl der Coronavirus-Fälle im Lan
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Liebe Leserinnen und Leser,
in den vergangenen sieben Tagen ist die Zahl der Coronavirus-Fälle im Land um 48 Neuinfektionen gestiegen – ein Plus, das sich auch in unserer täglichen Grafik auf KN-online bemerkbar macht. Der Anstieg ist aber noch kontrollierbar. Denn häufig sind es Urlaubsrückkehrer, die positiv getestet wurden. Oder Kontaktpersonen von bereits bekannten Fällen. 
Hoffen wir, dass die Neuinfektionenen nicht eine zweite Welle in Schleswig-Holstein auslösen. Leidtragende wären vor allem die Unternehmen im Land. Schon jetzt haben viele Betriebe massive Probleme, die Gelder schwinden. Ökonome aus Kiel warnen deshalb vor einer großen Pleite-Welle im Herbst. Denn wenn die Soforthilfen von Bund und Ländern sowie die weiteren Unterstützungen erloschen sind, könnte die Zahl der Insolvenzen Experten zufolge um über 50 Prozent wachsen.
Mancherorts werden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus lokal einzudämmen. Lübeck beispielsweise erwägt, eine Maskenpflicht für bestimmte Straßen und Plätze einzuführen. Vor allem dort, wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Sprich: Fußgängerzone, den Klingenberg, den Drehbrückenplatz und noch ein paar Orte mehr. Denn auch wenn die Corona-Zahlen für Lübeck gerade gering sind – leichtsinnig werden soll deshalb keiner, so Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). 
In Kiel können wir uns glücklicher schätzen: An der Kiellinie ist genügend Platz für ein Zusammensein auf Abstand. In Restaurants hingegen sieht es oftmals anders aus: Dort sitzen Menschen Rücken an Rücken, nicht überall werden die Kontaktdaten aufgenommen. Die Stadt will sich das nicht gefallen lassen und nun stärker hinsehen
Kommen wir noch zu einem Thema, das einen aufwühlt: Um seiner Frau einen Heimplatz zu ermöglichen, hat Jürgen W. bereits sein Auto verkauft und seine Ausgaben massiv reduziert. Nach dem Tod seiner Frau verlangt die Stadt Kiel nun, dass er seine Wohnung verkauft, um die restlichen Kosten zu begleichen. Ein Schicksal, das viele Rentner und ihre Angehörigen trifft – und fast alle sind nicht darauf vorbereitet, berichtet meine Kollegin Heike Stüben. Jürgen W. sagt mittlerweile: „Ich bin fertig, kann nicht mehr schlafen.“ Er hat sich nun einen Anwalt genommen. Der hält das Vorgehen der Stadt für strittig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was heute sonst noch wichtig ist:


Starten Sie gut in den Abend,
Ihre

Tanja Köhler
Mitglied der Chefredaktion

P.S.
Mit den renommierten Pianisten Christoph Eschenbach und Justus Frantz geben um 19 Uhr zwei Gründungsväter des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) gemeinsam ein Konzert auf der Kieler Krusenkoppel. Die Veranstaltung ist mit 500 Zuschauern ausverkauft - denn mehr erlaubt die aktuelle Landesverordnung nicht. Auf dem Programm stehen Werke von Franz Schubert und Johannes Brahms. Mein Kollege Christian Strehk berichtet für Sie!

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