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Post aus dem Newsroom // "Gorch Fock" - wird nun alles gut?

Liebe Leserinnen und Leser, die Sehnsucht nach guten Nachrichten ist groß - in diesen Tagen ganz beso
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Liebe Leserinnen und Leser,
die Sehnsucht nach guten Nachrichten ist groß - in diesen Tagen ganz besonders. Kein Wunder also, dass ich heute Morgen hellhörig geworden bin, als mal wieder eine Meldung über die “Gorch Fock” über die Agentur lief. Denn diesmal ging es mal nicht um zusätzliche Millionen, neue ungeahnte Probleme oder gar kriminelle Machenschaften. Nein. Die Masten seien jetzt gesetzt. Die Werft sei im Zeitplan. Im Mai 2021 rechne die Marine mit dem Ende der Sanierung, sagte ein Sprecher. Klingt alles gut. Und wäre ja zu schön, um wahr zu sein.
Trotz aller Sympathie, die wir Küstenbewohner für unser Segelschulschiff hegen: Auch gute Nachrichten sollte man prüfen und bewerten. Ein Gespräch mit meinem Kollegen Frank Behling brachte mich schnell wieder auf den festen Boden der Tatsachen. Ja, es bleibt wohl alles im Kostenrahmen, der aber mit 135 Millionen Euro absurd hoch. Der neue Zeitplan wurde so großzügig ausgelegt, dass er nun wirklich eingehalten werden sollte. Und sollte die Kieler Woche 2021 stattfinden, was wir alle hoffen, wird die “Gorch Fock” dennoch nicht dabei sein, weil es nach den Werftarbeiten immer noch eine ganze Weile dauern wird, bis wirklich alle Segel gesetzt sind. Sind wir nun Miesmacher? Nein. Wir finden nur, dass es immer gut ist, wenn man weiß, aus welcher Richtung der Wind kommt.
Gute Nachricht, schlechte Nachricht? Das fragt man sich auch, wenn man die neuesten Zahlen aus Dithmarschen hört. 44 Corona-Fälle in sieben Tagen zählte dort die Verwaltung. Damit bleibt der Kreis unter der Grenze, die ihn zum Risikogebiet machen würde. Eigentlich eine gute Nachricht, aber eben auch kein Grund zur Freude. Denn Dithmarschen war bisher weitgehend verschont geblieben. Nun werden mindestens in der kleinen Kreisstadt Heide Kontaktbeschränkungen eingeführt. Und im Nordseebad Büsum, wo ein Gang durch die fast immer gut gefüllte Fußgängerzone für jeden Besucher dazugehört, müssen sich Einheimische und Touristen jetzt auf eine Maskenpflicht einstellen.
Sagen wir es mal so: Es gibt Schlimmeres. Wenn es dabei hilft, dieses Virus in den Griff zu bekommen, sollten alle bereit sein, sich und andere so gut wie möglich zu schützen.
Bleiben wir entspannt. Ich wünsche allen einen schönen Feierabend.

Ihr

Bodo Stade
Stv. Chefredakteur

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