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Post aus dem Newsroom // Debatte um 1000 Euro Bußgeld für falsche Kontaktdaten

Liebe Leserinnen, liebe Leser, „es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man sich nicht in die Bögen einträg
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
„es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man sich nicht in die Bögen einträgt oder nicht den richtigen Namen angibt – das ist Vorsatz“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gestern nach einer dreistündigen Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs. Deshalb sollen künftig 1000 Euro Bußgeld anfallen, wenn jemand “Micky Maus” oder andere falsche Namen auf den Kontaktformularen in Restaurants und Bars angibt. Doch was die genaue Umsetzung angeht, damit ließ Daniel Günther die Schleswig-Holsteiner im Unklaren. Meine Kollegin Anne Holbach steht im engen Austausch mit den Ministerien, um die drängenden Fragen zu klären. Einige Antworten finden Sie bereits auf KN-online. Weitere werden folgen, sobald wir mehr in Erfahrung bringen konnten.
Auch in den sozialen Netzwerken ist das Bußgeld Thema. In der Debatte geht es vor allem um die Verhältnismäßigkeit des hohen Bußgelds. Kerstin Tietgen hat die Reaktionen - von Lob bis scharfer Kritik - für Sie zusammengefasst. Wer definitiv nicht jubelt ist klar. Die Branche selbst. Das Vorgehen Schleswig-Holsteins erfülle seinen Zweck nicht, meint der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga im Norden, Stefan Scholtis. Warum? Das lesen Sie hier.
Bleibt noch Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Der verteidigt erwartungsgemäß das hohe Bußgeld. Er sagt: „Die Kontaktverfolgung ist eines unserer wirksamsten Mittel in der Pandemie-Bekämpfung. Deswegen: Jeder, der glaubt, er könne mit falschen Daten operieren, der schädigt die Allgemeinheit, und zwar auf ziemlich üble Art und Weise.“
Ein anderes wirksames Mittel gegen Corona: Abstand halten. Das war am Wochenende auf den Fußballplätzen in der Region nicht überall gegeben. Jonas Bickel schilderte Szenen, wo Zuschauer dicht an dicht standen. Heute hat der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) mit einer klaren Forderung auf die Recherche reagiert. Wer sein Hygienekonzept nicht durchsetzen kann, soll künftig ohne Zuschauer spielen.
Starten Sie entspannt und mit Abstand in den Abend,

Ihre
Tanja Köhler
Mitglied der Chefredaktion

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